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25.05.2019  Prima Wochenende Zurück zur Übersicht

Aukrugs Pilotennachwuchs nutzt Wetterchancen

Aukrug – Der Segelflug Aukrug verzeichnet einen ungewöhnlich hohen Zuwachs an neuen Mitgliedern. Auf dem Aukruger Segelfluggelände wird fleißig ausgebildet und trainiert, denn auch hier haben Flugschüler und Piloten große Ziele. Zum Beginn der neuen Flugsaison haben sich gleich fünf neue Mitglieder um die vorderen Plätze in den Doppelsitzern beworben. Die Ausbildung brummt, und die Freude über die ersten Fortschritte von Ulf, André, Maik und Bernd ist groß. Thorsten, der fünfte im Bunde, hat bereits eine Segelfluglizenz und genießt nach dem obligatorischen Checkflug nun im Einsitzer von Aukrug aus die motorlose Fliegerei. Fünf weitere Interessierte absolvierten einen Schnupperkurs, bei dem man mit Fluglehrern oder erfahrenen Piloten ausprobieren darf, ob die Fliegerei wirklich so viel Spaß macht wie immer behauptet wird.
Auch der Nachwuchs der letzten Saison hat inzwischen die ersten längeren Runden absolviert, und bei exzellenten Bedingungen konnten am tiefblauen Maihimmel Überlandeinweisungsflüge stattfinden. Der Streckenflug ist die Krönung der Ausbildung: „Dank guter Beratung und Erklärungen ein tolles Erlebnis“, schwärmt Jan von seinem Dreiecksflug mit Fluglehrerin Elke um die Wendepunkte Besdorf, Owschlag und Padenstedt. 150 km in 2,5 Stunden mit dem Schulungsdoppelsitzer, in bis zu 1650 m Höhe und Sichten bis nach Dänemark. Am Ende wagte Jan noch einen kleinen Schwenk über seinen Wohnort Nortorf.
Aber nicht nur Flugschüler lernen ständig neues dazu. Im Hochleistungsdoppelsitzer nahmen sich Mehdi, der schon seit einiger Zeit mit Lizenz unterwegs ist, und Trainer Björn einen Flug in Richtung Berlin vor. Vielleicht würde man ja die schon lange erträumte Berlin-Umrundung schaffen? Nach einem etwas verspäteten Start flogen die beiden am ersten Mai-Sonntag durch schwächere Wetterbedingungen in Schleswig-Holstein schnurstracks gen Osten. Hinter Lübeck ging es zügig mit dem Wind weiter bis nach Havelberg an der Elbe.
Dort fiel aufgrund von schlechteren Bedingungen südlich von Berlin dann die Entscheidung gegen eine Berlin-Umrundung. Schade! Nach Norden eingedreht ging es also weiter in Richtung Neubrandenburg und von dort schließlich zurück nach Hause: „Das Wetter in Mecklenburg-Vorpommern war wie in Afrika. Über 2000 m Wolkenbasis, Steigwerte bis zu 4,9 m/sek und bis auf 2200 m - zeitweise alle Zeiger am Anschlag.“
Richtig schwierig wurde der 270km lange Rückweg gegen den starken Nordwestwind Richtung Heimat dann ab Lübeck. Es gab kaum noch Aufwinde, stattdessen schnitten Schauer den Weg ab. Nach zwei Durchhängern zwischen Lübeck und Bad Segeberg über bereits ausgesuchten Landefeldern erreichten die beiden Piloten schließlich über Wahlstedts Flugplatz die nötige Endanflughöhe für ein grandioses Finale. Um kurz vor 19 Uhr kletterten Björn und Mehdi mit eiskalten Füßen (trotz Skibekleidung und dicker Socken…) nach 610 km und 8 h Flugzeit überglücklich aus dem Cockpit.
Trainee und Copilot Mehdi konnte als Co-Stratege und Navigator auf diesem Flug seine bisherigen Leistungen weit übertreffen und neben den vielen Eindrücken über vier norddeutschen Bundesländern unendlich viel dazulernen. Freude, Durchhaltevermögen, Kampfgeist, Enttäuschung und Glück - alles in nur einem Flug. Wer die Lust am Fliegen mit Aukrugs Piloten teilen möchte ist herzlich willkommen!

Termine:
2. November: Deutscher Segelfliegertag in Freudenstadt
Leider auch dieses Jahr wieder nicht gleich um die Ecke, aber die Reise lohnt sich bestimmt!
2. November: Erste Hilfe Lehrgang für Piloten
Der Lehrgang findet in der LandesVerbands-Geschäftsstelle, Flugplatz Schachtholm 2 in 24797 Hörsten statt.Mindestalter: ...

Presse: 30.06.2019
Hoch hinaus im Segelflugzeug
Elke Fuglsang-Petersen hat das Fliegerfieber gepackt. Beinahe jedes Wochenende verbringt sie hoch oben und schwebt durch die Lüfte - Das begeistert die Pilotin ...