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1999

31.08.1999  Landeszeitung Zurück zur Übersicht

Segelflugtag: Lautlos durch die Lüfte gleiten

AUKRUG (kl)

Seit 26 Jahren nun kreisen die 230 Kilogramm leichten, mit 15 Meter Spannweite versehenen Albatrosse von Segelflug Aukrug über dem Naturpark. Am Sonntag waren stets zwei oder drei von ihnen gleichzeitig in der Luft und dürften bei den Autofahrern auf der B 430 für verrenkte Hälse gesorgt haben.

Der Tag der offenen Tür lockte etwa 500 neugierige Besucher zum Segelfluggelände in Aukrug-Bargfeld. Immerhin 60 von ihnen konnten sich auf das Abenteuer eines Rundfluges über den Naturpark einlassen. Diese hohe Startfrequenz war drei Faktoren zu verdanken: Gutem Wetter, einer optimalen Thermik und vor allem IRMA.

Die neue 320 PS starke Doppeltrommelwinde Marke Eigenbau von Vereins-Cheftüftler Sietze Land hatte beim Tag der offenen Tür Premiere und leistete ganze Arbeit: In jeweils 40 bis 45 Sekunden zog die Ihre Maschine die Doppelsitzer an einem 1000 Meter langen Seil auf eine Geschwindigkeit von etwa 100 Stundenkilometern und auf eine Ausklinkhöhe von 300 bis 500 Metern.

Technische Daten, die über das eigentliche Erlebnis nicht viel aussagen. Meint zumindest Hans-Joachim Duscha: Das muß man selbst mitgemacht haben so schön hatte ich mir das nicht vorgestellt, schwärmte der Geesthachter. Zweieinhalb Stunden hatte der Patient der Aukruger Fachklinik in der Besucherschlange auf seinen Jungfernflug warten müssen. Dann sei da das mulmige Gefühl beim Start gewesen, gefolgt von einem Steilflug, bei dem einem die Luft wegbleibt. Aber den Rest hat Hans-Joachim Duscha einfach nur genossen: Diese absolute Ruhe in der Luft das war umwerfend! Geil!` würden die jungen Leute sagen. Pilot Klaus Schildt kutschierte seinen begeisterten Fluggast sogar so nah an die Tönsheider Reha-Klinik, daß der dort sein Zimmer ausmachen konnte. Nach 15 Minuten Naturpark aus der Vogelperspektive stand für den Geesthachter fest: Nächste Woche komme ich wieder hierher.

Die Möglichkeit, im Doppelsitzer mitzufliegen, beschränkt sich nämlich nicht auf den Tag der offenen Tür. An jedem Wochenende (noch bis Ende Oktober) tummeln sich die Aukruger Piloten geeignetes Wetter vorausgesetzt auf ihrem Vereinsgelände an der B 430, und für 25 Mark kann man als Gast beim Rundflug dabei sein. Neu im Angebot: Schnupperkurse für 100 Mark, die interessierten Neulingen mindestens fünf Starts mit einem Fluglehrer garantieren (Anmeldungen beim Vorsitzenden Manfred Nagel unter 04321/47606).

14 Jahre ist das Mindestalter, aber von da an kann man jederzeit mit der Ausbildung beginnen, sagt Björn Pauschardt. Der Pressewart und Ex-Vorsitzende hat gerade mit seinem Bruder Dag sowie Jochen Bracker und Karl-Heinz Boller-Rocholl für die bisher größten sportlichen Erfolge in der Vereinsgeschichte gesorgt. Alle vier belegten bei den Nord-Ostblock-Meisterschaften im Streckensegelflug in Cottbus vordere Plätze. Björn Pauschardt wurde (mit Jochen Bracker als Co-Pilot) in einer Twin-Astir 3 Vizemeister in der Doppelsitzer-Klasse. Dag Pauschardt kam in der Clubklasse auf Rang drei, zwei Plätze vor Karl-Heinz Boller-Rocholl. Damit hat sich das Aukruger Quartett für die Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr qualifiziert. Aufgrund der steigenden Mitgliederzahlen wollen die Aukruger Segelflieger sich im Winter einen neuen modernen Doppelsitzer anschaffen womit sie die Zahl der vereinseigenen Flugzeuge auf sieben erhöhen.

Termine:
30. August: Jugendvergleichsfliegen
Die Veranstaltung für Nachwuchspiloten findet diesmal in Kiel statt. Die Luftsportjugend SH ist Ausrichter.
7. September: Jahresnachprüfung
Eine Liste der anstehenden Prüfling hält Gunnar bereit. Ab 9 Uhr müssen alle Dokumente und Flugzeuge für den Prüfer ...

Presse: 30.06.2019
Hoch hinaus im Segelflugzeug
Elke Fuglsang-Petersen hat das Fliegerfieber gepackt. Beinahe jedes Wochenende verbringt sie hoch oben und schwebt durch die Lüfte - Das begeistert die Pilotin ...