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1989

29.03.1989  Kieler Nachrichten Zurück zur Übersicht

Kein Lärm, keine Abgase: Wie ein Adler in der Luft

Jetzt fliegen sie wieder, die Maschinen des Aukruger Segelflugvereins. Dag Pauschardt (kleines Foto) trifft die letzten Startvorbereitungen. Fotos Diesch

Aukrug (die) Jetzt fliegen sie wieder, die weiß-roten Flugzeuge des Aukruger Segelflugvereins. Vorbei ist die Zeit des „Winterschlafs” für Maschinen und Piloten. Bis Oktober dauert die Saison. „Bei schönem Wetter juckt es jetzt den Fliegern wieder in den Fingern”, weiß Fluglehrer Holger Müller. Seit November standen die Segelflugzeuge in der Halle. Unter Anleitung des Werkstattleiters Gunnar Schreiber wurden sie von den Vereinsmitgliedern gewartet und überholt.

„Das Schönste an Segelfliegen ist: Man läßt alles hinter sich”, betont etwa Dag Pauschardt. „In der Luft denke ich nur noch an mich und an nichts anderes mehr”. Seit vier Jahren fliegt der 18jährige im Aukruger Segelflugverein.

Auf die fliegerische Ausbildung gerade der Jugendlichen wird sehr viel Wert gelegt. In der letzten Saison hielten die drei Fluglehrer des Vereins einen speziellen Anfängerlehrgang ab — mit achtzehn Schülern. Die Ausbildung zum Segelflugpiloten, die jeweils am Wochenende stattfindet, dauert zwei Jahre. Bei erfolgreicher Prüfung bekommen die Schüler den Pilotenschein ausgehändigt. Dieser berechtigt zum Fliegen ohne Aufsicht und zum Überlandfliegen. Den fünfzig aktiven Mitgliedern stehen fünf vereinseigene Segelflugzeuge zur Verfügung, die zahlreichen privaten Maschinen der Aukruger Piloten nicht mitgerechnet.

Der Erste Vorsitzende ist eine Frau und heißt Veronika Beyer. Sie bediente denn auch ersten Flugtag die Seilwinde des 200 Pferdestärken starken Motors des Schleppfahrzeuges. Mit Hilfe des 1000 Meter langen Stahlseil werden die Segelflugzeuge bis auf 500 Meter Höhe gezogen. Jeder Pilot trägt — sicherheitshalber! — einen Fallschirm, jedes Flugzeug ist mit Funk ausgerüstet.

Segelflugzeuge können bis zu 2000 Meter aufsteigen. „Wir Segelflieger sind eng mit der Umwelt verbunden”, betonte Fluglehrer Holger Müller. „Wir starten und landen auf Graspisten. Und unsere Flugzeuge machen keinen Lärm”. Geflogen werden darf in Aukrug werktags ab 17 Uhr und an den Wochenenden. Diese Beschränkungen sind notwendig, weil der Flugplatz in einem Tieffluggebiet der Luftwaffe liegt.

Termine:
6. bis 20. Juli: Fliegerlager in Pritzwalk-Sommersberg
Zusammen mit dem Dithmarscher Luftsportverein planen wir ein Fliegerlager. Es werden noch Piloten und Fluglehrer ...
30. Juli: Fliegen für Fereinpassinhaber und eine Gruppe Lehrkräfte
Peter bietet ab Vormittags einen Flugtag für Ferienpasskinder aus Todenbüttel und am späten Nachmittag für eine ...

Presse: 25.05.2019
Aukrugs Pilotennachwuchs nutzt Wetterchancen
Aukrug – Der Segelflug Aukrug verzeichnet einen ungewöhnlich hohen Zuwachs an neuen Mitgliedern. Auf dem Aukruger Segelfluggelände wird fleißig ausgebildet und trainiert, denn auch hier haben Flugschüler und Piloten große Ziele...