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Dingel

Segelflug-Urlaub auf dem Dingel

Modelleisenbahnland Dingel

Es regnet, der Platz ist Nass, aber aufgerüstet ist irgendwie auch schon. Aber wie soll man dieses fliegerische Vakuum füllen? Da uns Elle schon vor ein paar Wochen gefragt hat ob wir nicht vom 23.-30.03. mit zum Dingel, in der Nähe von Kassel kommen wollen, schaute uns eine echte Alternative an. Trocken soll es da sein und man könne schließlich Duo fliegen. So sind die Fuglsänger über die linke Elbtunnelspur oder durch die Lüfte rödelnd, am Sonntag auf dem Dingel angekommen. Am Mittwoch sollte dann auch Andreas mit der 304 sowie Nander und ich mit der „T“ hinterher.

So nahmen wir dann unsere Reise auf uns. Das treue Gestüt vorgespannt und gefüttert ging es vom FH-Parkplatz in Heide, frisch und munter, auf in den Süden. Zwar nicht so schnell wie gedacht und auch nicht so komfortabel wie gewünscht, aber letztlich sicher kamen wir unserem Ziel näher. Nach 300km A7 kam dann aber noch das schwerste Stück. Es wurde eingeleitet durch die A7 Ausfahrt Nörten-Hardenberg. Nach kurzer Verwirrung über die Himmelsrichtung hatte uns Navigator Nander wieder auf Kurs gebracht. Unserem Reiseziel so nah erwarteten uns Steigungen von 10% und mehr über mehrere Kilometer. Die 75 vorgespannten Pferdchen hatten arg zu knabbern, waren aber letztlich erfolgreiche Bezwinger der Berge und so erreichten wir glücklich und erschöpft im dunkeln unser Ziel: Märklineisenbahnland Dingel.

Aukruger und Dingelaner

Ein schönes Fleckchen Erde. Es ist alles etwas schiefer und bergiger, aber auch herzlicher und fröhlicher als von zu Hause gewohnt und so lebten wir uns schnell ein. Beflügelt von dem bis Sonntag immer besser werdenden Wetter wagen wir unsere ersten Flüge auf DG1000, Duo Discus und LS4b, aber natürlich auch auf der 304, der „T“ und der „HD“. Nachdem wir uns über die Tage warmgeflogen hatten folgte Sonntag das fliegerische Highlight:

Der Flugplatz Dingel liegt herrlich im Hügelland nördlich von Kassel

Das Hangfliegen. Zunächst gelang Nander und Elle sogar der Einstieg in die Welle, die bis ca. 800m trug. Später fanden wir leider nur normalen Hangwind vor. Am nur ca.1km langen Schöneberg auf dem der kräftige Wind stand fanden sich zwischen 200m und knapp 400m ca. 10 Flugzeuge ein. Das arme Flarm war doch arg gefordert, aber alles ging gut und alle hatten viel Spaß beim gegenseitigen Kontrollieren der Seitenruderbefestigung aus guter Sichtdistanz. Auch das saubere schließen der Fahrwerksklappen konnte gut durch freundliche Fliegerkammeraden begutachtet werden. Nach den spannenden Landungen in den heftigen Leewirbeln, stieg einer nach dem anderen, stolz geschwollener Brust, aus ihren fliegenden Kisten. Ein Grinsen auf allen Gesichtern.

Leider war der Sonntag auch der Abreisetag, so packten wir zusammen und entfuhren der unwirklichen Welt des Dingel auf ein baldiges Widersehen! Wir wurden gebeten beim nächsten Mal mehr Aukruger mitzubringen: Also nur zu, der nächste Lehrgang ist für Herbst angesetzt (3.-11.10.), ich bin sicher wieder dabei! Ihr auch?

Frerk Frommholz