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Meldungen 2018

Unterricht auf dem Flugplatz - eine ganz neue "Erfindung"

Blick vom "Lehrerpult" auf rauchende Köpfe
zum ersten Mal: Unterricht im Vereinsheim

25.11.2018: Es ist inzwischen tiefer November, die Flugsaison lange vorbei, aber draußen auf dem Platz gibt es noch reichlich Leben:
Die erste 2018er Theorieeinheit im Clubheim hat großen Anklang gefunden. Dort wo sonst in den Wintermonaten Werkstattbetrieb stattfand, kann man sich nun auf dem Sofa flezen, Fliegergeschichten zum Besten geben oder sich in theoretischer Fliegerei üben.

Am 18. und 25. November standen „Betriebliche Verfahren“ (früher Verhalten in besonderen Fällen) auf dem Stundenplan. Ein bisschen zu kalt zum langen Sitzen war es vielleicht, aber der dargebotene Stoff sollte die Gemüter schon ein wenig erwärmt haben. Oder fehlt vielleicht doch noch ein Holzofen für ein winterlich, gemütliches Flugplatzflair?!
Gemeinsam mit den Neumünsteraner Flugschülern waren es am ersten Tag sogar 13 angehende Pilotinnen und Piloten, die Jan unter anderem über Startabbruch, Trudeln und Außenlandungen theoretisch unterrichtete.

Weitere Einheiten folgen. Auch interessierte Gäste oder Lizenzinhaber sind willkommen. Termine findet ihr im Unterrichtsplan.

Und noch Einer - Jan fliegt sich frei

Glückwunsch an Jan!

07.10.2018: Der Herbst 2018 bringt nicht nur viel Sonne mit sich, sondern hatte noch eine weitere A-Prüfung im Gepäck:

Bereits Anfang Oktober konnte auch Jan, der erst in diesem Frühjahr mit der Ausbildung begonnen hatte, unsere ASK 13 im Alleinflug genießen.

Hinterer Steuerknüppel raus, Fluglehrer raus und Haube schließen....
Nach drei sauber geflogenen Platzrunden und butterweichen Landungen wurde der fleißige Flugschüler bereits von der Platzmannschaft erwartet. Ein Klaps auf den Allerwertesten und ein mit Liebe gepflückter Dornenstrauß rundeten die Zeremonie ab.

Glückwunsch Jan und weiterhin gute Flüge!

Flugzeugtaufe und Freiflieger an einem Nachmittag!

...
Begrüßung der Taufpaten
die Zeremonie
Was für ein Tagesabschluss!

29.09.2018: Dieser Samstag wird als ganz besonderer in die Annalen des Segelflug Aukrug e.V. eingehen. Um 14 Uhr musste der Flugbetrieb trotz 0,05 Dezimetern Steigen eingestellt werden, da die ASK 13 einen wichtigen Termin hatte. Nach 38 Jahren zum zweiten Mal wurde sie getauft.

Als Taufpaten standen der alten Dame der neugewählte Aukruger Bürgermeister Joachim Rehder und zwei Männer der ersten Stunde Wolfgang Schmidt und Jochen Bracker zur Seite. Den Taufakt nahm das Werkstattteam um Gunnar und Christian mit einem Schluck Wasser aus der Bünzau vor. So lautet übrigens auch der neue Name des wiedergeborenen Schulungsdoppelsitzers.

Nach Grußworten und guten Wünschen nahmen die jugendlichen Mitglieder unseres Vereins von den Taufpaten großzügige Geschenke entgegen: zwei Schecks für die Ausbildung und die Jugendarbeit! Der stellvertretende Jugendleiter Johannes war sprachlos. Mit einem Gläschen Sekt / O-Saft wurde auf die Zeremonie unter freiem Himmel angestoßen, bevor es ans Kuchenbuffet im warmen Clubheim ging. Im gut gefüllten Saal gab Wolfgang noch ein paar Anekdoten aus den frühen Jahren des Segelflugs in Aukrug zum Besten, bevor Fluglehrer Dag noch einmal zum Fliegen aufrief.

Der Tag war noch nicht vorbei. Der Himmel hielt was er versprach, der Wind ließ nach und die Sonne brach durch die Wolken. Dem Täufling wurde die Nase abgewischt und es ging wieder zurück an den Start. Man gönnt solch einem Arbeitstier keine ruhige Minute… Nun war für Jannis der langersehnte große Moment gekommen. sein Fluglehrer nahm den Fallschirm von hinteren Sitz und schickte ihn ganz allein nach oben. Nach drei perfekt geflogenen Platzrunden und zielsicheren Landungen in der "Bünzau" bestand er seine A-Prüfung kurz vor Sonnenuntergang.

Die Taufgäste waren fast alle schon abgereist, aber eine kleine Gruppe unentwegter Fliegerkameraden ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und gratulierte dem Piloten standesgemäß - nicht nur mit Blumen. Und noch einmal bekam die ASK 13 eine feuchte Nase…

Gut gemacht! Weiter so! Alle beide!

8ter Platz für unseren Ka 8-Piloten beim BJVF

Tim, Ben und Dominik vertreten SH in Paderborn
"Was für ein feiner Discus!"
Ka 8 Piloten beim BJVF 2018

23.09.2018: Nachdem Ben eine ganze Saison mit der Ka 8 verbracht und viele Starts, Stunden und etliche Streckenkilometer darin zurückgelegt hat, war er Ende August im Vorausscheid in St. Michaelisdonn mit der D-7009 erfolgreich und durfte als Drittplatzierter Teilnehmer aus Schleswig-Holstein nun zum Bundesjugendvergleichsfliegen fahren, allerdings ohne Ka 8…

Die Reise ging nach Paderborn, und zum Herbstbeginn birgt eine lange Fahrt mit offenem Anhänger ein hohes Wetterrisiko. Also charterte Ben kurzerhand eine Ka 8 aus Hessen. Klingt einfach, oder?! Zwei Wochen lang gingen Telefonate, E-Mails, Dokumente und Unterschriften quer durch die Republik, denn es ist nicht ganz selbstverständlich, dass ein schleswig-holsteinischer Schüler mit einer hessischen Ka 8 in Nordrhein-Westfalen abheben darf, auch nicht wenn ihn seine Mutter - alias Fluglehrerin - beaufsichtigt. Am Donnerstagmorgen, dem Abreisetag, gab es das behördliche okay. Hatte sich der Aufwand gelohnt?

Ja! Denn ab dann war alles ganz einfach: eine Platzeinweisung auf dem Haxterberg im Duo Discus XLT der LSG Paderborn, ein großes Hallo mit den Fliegern der hessischen FSV Schwalm und ein Wiedersehen mit den beiden „Konkurrenten“ aus Kropp und Leck. 45 Piloten waren aus der gesamten Republik nach Paderborn gekommen, um am Samstag zunächst gegeneinander anzutreten um dann abends miteinander zu feiern. Der Kropper Pilot Dominik hatte ebenfalls eine Kurzmitgliedschaft beim hessischen Verein abgeschlossen und teilte sich mit Ben und dem Piloten aus Schwalm die D-9314. Ein buntes Team!

Nach dem ersten Wertungsflug bemerkte Ben, dass sich die Ka 8 ein wenig anders fliegt als die beiden Aukruger Schwesterschiffe. Lag das vielleicht an der bequemen Sitzschale? Nach drei Wertungsflügen waren Flugzeug und Pilot jedenfalls bestens miteinander bekannt, und als es bei der Siegerehrung am Sonntagmorgen einen 8ten Platz für unseren Aukruger Nachwichspiloten gab, war nicht nur Ben stolz auf seine Leistung!

Holger fliegt hinten ohne!

Aukrug feiert die erste A-Prüfung 2018

17.09.2018: Es ist vollbracht! Holger hat sich am Sonntag freigeflogen und damit seine A-Prüfung bestanden.

„Es war ein tolles Erlebnis, die Prüfung kam dann allerdings doch etwas überraschend für mich.“ Nach dem letzten gemeinsamen Flug hatte Fluglehrer Jan noch gefragt, ob Holger vielleicht in den Herbstferien Zeit hätte um sich dann freizufliegen. Nun war es aber schon lange vorher soweit. „Jan hat seinen Rettungsschirm nicht mehr richtig befestigt und meinte nur lapidar, dass er den jetzt sowieso nicht brauche. Dann ließ er die Katze aus dem Sack und sagte, so und nun fliegst Du allein.“ 

Der erste Start klappte prima - eigentlich alles wie immer. Oben begegnete Holger in der Platzrunde dem Duo Discus, aber alle übrigen Piloten waren über die A-Prüfung zu ungewöhnlich früher Zeit am Tag informiert worden. „Dann noch ein paar Kreise und in 160m die Positionsmeldung. Im Endanflug war es doch noch etwas turbulent über den Bäumen, wir hatten Crosswind aus Süden.“ Die Landung war dennoch kein Problem, denn diese Windrichtung übt der Segelflug Aukrug momentan regelmäßig... „Der zweite und dritte Flug funktionierten dann noch besser. Am Ende war ich froh, dass ich es geschafft habe. Am meisten verblüfft hat mich dann aber die anschließende Zeremonie - ich hatte zwar schon etwas darüber gelesen, aber es noch nicht selbst erlebt.“ Mit einem Klaps auf den Hintern, einem zünftigen Distel-Brennnesselstrauß und einem Eimer Wasser zur Kühlung wurde Holgers Erfolg gefeiert.

Herzlichen Glückwunsch und allzeit fröhliche Landungen!

Impressionen von der Lairwoche 2018 - mit Videoaufnahmen!

Blick aus dem Cockpit
Kraftwerksthermik in der Lausitz
Teilnehmer der Lairwoche 2018

Philipp ist wieder aus Kamenz zurück und konnte mit unserer ASW 15 dort gute Streckenflugerfahrung sammeln: "Zum ersten Mal bin ich Kraftwerksthermik und einen 300km Streckendiamant geflogen."

Hier vorab ein paar Impressionen als Video: https://www.youtube.com/watch?v=OB3oktUFoj8&feature=youtu.be

An fünf Flugtagen konnte Philipp Strecken von bis zu 350 Kilometern fliegen. Gute 1000 Kilometer kamen so zusammen. Das Wetter war leider nicht mehr so grandios wie in den Wochen zuvor, das Training jedoch sehr effektiv. Am letzten Tag wurde die längste und schnellste Strecke bewältigt:

"Mein Trainer für die Lairwoche ist von Beruf Lehrer und kam somit immer erst frühestens gegen 13:00 Uhr auf den Platz. Am letzten Flugtag mussten meine Teampartnerin und ich somit „alleine“ abfliegen und haben das Dreieck ohne Trainer begonnen. Letzterer war zwar kurze Zeit später auf unserer Teamfrequenz, hat sich uns aber nie angeschlossen. Er ist an dem Tag einfach eine andere, größere Strecke geflogen. Mein Erfolgserlebnis war dadurch umso größer als meine Teampartnerin und ich ohne Trainer abends wieder in Kamenz gelandet sind!"

 

 

Von der Waschstraße in den Himmel - D-6028 on Tour

Dumm gelaufen: Die Ka 8 übernachtet in der Waschstraße
Ben hat seine 50 km geschafft...
... und legt am Folgetag noch einen drauf: 100 km im Dreieck!

17.07.2018: Sommerzeit ist Fliegerlagerzeit, und in diesem Supersommer gibt es keinen Regen, nur Hammerthermik. Oder?!

Zumindest ging es am vergangenen Freitag bei schönstem Sommerwetter endlich los gen Osten, nach Pritzwalk im nördlichen Brandenburg. Die Ka 8 im offenen Anhänger im Schlepptau, die Strassen frei und Ferienfeeling. Ben hatte wenige Tage zuvor seine Theorieprüfung hinter sich gebracht und war frohen Mutes, bis kurz vor dem Ziel eine Gewitterwand den Weg versperrte: „Was nun Papa?“ 20 km vor dem Ziel steuerte der Schleppzug also eine Tankstelle an:

„Einmal waschen und polieren bitte...“

Nein, nicht die Ka 8. Das Auto wurde in die Sturzfluten gestellt und der Staub der letzten Sommerwochen abgespült. Nach zwei Stunden war der Regen aber noch immer nicht vorbei, und die Tankstelle schloss. Nach kurzer Diskussion durfte der Flieger in der trockenen Waschstraße übernachten und die Jungs fuhren im frisch gewaschenen Auto weiter. Ein kurzes Bierchen und schnell ins Zelt. Die Waschstraße sollte bereits um 6 Uhr wieder öffnen.

Prima Urlaubsstart!

Am Sonntag gab es zur Belohnung Hammerwetter und einen Flugauftrag nach Stendal, den Ben innerhalb kürzester Zeit erledigte. Carsten und Jochen holten die Ka 8 anschließend im Flugzeugschlepp wieder zurück nach Pritzwalk. Der Rest der Aukruger Bande blieb wo er war: geräuschlos unter den Wolken. So hatten alle ihren Spaß an dem Ausflug.

Am Montag legte Ben noch einen drauf: 134 km über dem nördlichen Brandenburg. Nach 3 Stunden Flug war er schon wieder zurück in Pritzwalk und um noch ein paar Erfahrungen reicher. Fein gemacht! Und weiter so! Das tolle Wetter hört einfach nicht auf…

 

 

Fabian kriegt die Pappe - neuer Scheinpilot für Aukrug!

Bestanden! Fabian und die "neue" ASK 13 stellen ihren Prüfer zufrieden

17.06.2018: Heimlich, still und leise hat Fabian sich gestern morgen bei leicht grauem Himmel und einer steifen Brise aus Südosten auf unserem Flugplatz mit seinem Prüfer getroffen. Nicht ganz heimlich natürlich, denn ohne Windenfahrer, Starthelfer und Flugleitung geht’s bekanntlich nicht nach oben.

Drei Starts, einer davon mit Seilrissübung und einer mit einem Hauch von Thermik, brachten unseren Prüfling dann der ersehnten Pappe endlich zum Greifen nahe. Willi, der auf seinem Heimatflugplatz Neumünster an diesem Wochenende wegen einer Bombenentschärfung nicht in die Luft kommen konnte, zeigte sich zufrieden mit den Leistungen unseres Ex-Schülers und gratulierte zu drei unter nicht ganz so einfachen Bedingungen gemeisterten Platzrunden.

Sichtlich erfreut nahm Fabian die Glückwünsche entgegen. Für seine letzte Abiprüfung in dieser Woche (!) wünschen wir ihm genauso viel Erfolg und freuen uns auf weitere gemeinsame Flugtage in und über Aukrug.

Sommerwetter im Frühling - Es geht um die Gurke

Fox mit Spreewaldgurke - Ob Kalli das Rennen um den Pokal gewinnt?
Die Clubklasse wartet am Start auf ordentliche Basishöhen

19.05.2018: Vier Aukruger Pilot*innen sind an Himmelfahrt nach Bronkow gereist und nehmen dort aktuell am Vergleichsfliegen um den Spreewaldpokal teil. Kalli liegt nach drei Wertungstagen mit seiner LS 1d „F“ ganz vorn in der Clubklasse-Wertung. Den zweiten Wertungstag konnte er in einer Konkurrenz von 22 Piloten in seiner Klasse für sich entscheiden und bekam als Tagessieger am Himmelfahrtssamstag eine Original-Spreewaldgurke überreicht. Am Pfingstwochenende läuft nun der zweite Teil des Wettbewerbs um die Gurke - Sorry, um den Pokal natürlich…

Neben Kalli kämpft sich in der Clubklasse auch Melvin wacker durch die Blauthermik. Jonas, der in diesem Sommer mit der „3B“ für seinen neuen Güstrower Verein antritt, hat es ebenfalls nicht ganz leicht. Die ersten Aufgaben endeten jeweils vor Erreichen des Ziels am Flugplatz Bronkow. ASW 15-Wetter wünscht man sich ein wenig anders.

In der offenen Klasse fliegen Jochen und Elle abwechselnd mit der „RZ“ und versuchen im mittleren Drittel des 13 Flugzeuge starken Wettbewerbsfeldes mit Spannweiten bis zu 26,2 Metern mitzuhalten. Dabei musste Elle am zweiten Tag eine Außenlandung hinnehmen, die aber dank Motorkraft nur virtuell auf dem Acker endete: „Einigen anderen Piloten meiner Klasse erging es nach der dritten Wende ebenso, da kam ich mir am Ende nicht ganz so klein vor.“

Ob Kalli seine Super-Platzierung verteidigen kann? Die Lokalmatadore sind ihm eng auf den Fersen. Wir drücken die Daumen!

PS: Hier kann man nun einen ausführlichen Bericht von Melvin nachlesen.

Fabians 50 Kilometer von Aukrug nach Büsum

Always happy landings!
Sunset über Dithmarschen

14.05.2018: Am Samstag vor dem Muttertag schien es für Fabian endlich soweit. Die Vorhersage war jedenfalls vielversprechend, aber nachdem unser 50-km Aspirant mit Konrad und Peter den Flug vorbereitet hatte, sah der Himmel eigentlich nicht so aus, als wäre der Überlandflug möglich.

Der erste Versuch „scheiterte“... Erst gegen 16:00 Uhr folgte dann der zweite Versuch: In der Zwischenzeit hatten sich tatsächlich ein paar Quellwolken gebildet, sodass Fabian sich am Flugplatz bis auf 900m hochschrauben konnte: „Von da an bin ich dann von Wolke zu Wolke geflogen und bin nicht mehr unter 600m geraten, bis auf eine Ausnahme über dem Kanal wo ich erst in 400m wieder Thermik gefunden habe.“

Etwas südlich von Heide-Büsum kam Fabian dann mit 800 Höhenmetern kurz vor dem Ziel an, konnte die letzten Meter entspannt zum Flugplatz gleiten und dort landen: „Von dort haben mich schließlich Peter, Konrad und Thomas abgeholt, und ich habe mir die Wartezeit am Flugplatz-Bistro mit einer Cola versüßt.“

Herzlichen Glückwunsch Fabian zum gelungenen Streckenflug! Weiter so!

"Erstflug" der ASK 13 - Erprobung bestanden!

So Gunnar, nun geht's los!
Erstlandung nach Erstflug

30.04.2018: Wieviele Leben hat eigentlich so ein Segelflugzeug?! Unsere D-5656 hat jedenfalls mehrere... Am vergangenen Samstag trat die Schulungsmaschine nach Reparatur und Grundüberholung im neuen schlichten weiß-roten Design wieder am Start an und bestand sowohl den Erstflug wie auch die weiteren Erprobungsflüge mit Bravour!

Dank gebührt der Werkstattcrew rund um Christian und Gunnar, die es in nur 18 Monaten geschafft hat, unsere bei einem Landeunfall im September 2016 versehrte ASK 13 wieder flott zu machen. So waren die fleißigen "Holzwürmer" natürlich auch die ersten, die sich erwartungsvoll mit dem Flieger in die Luft schwingen durften. Allen voran Christian und Gunnar, die nach der Landung genauso strahlten wie vor dem Start.

Ein wenig anders sieht unser Schulflugzeug nun aus: Nicht nur dass wir keinen Adlerkopf mehr durch die Luft bewegen, nein auch die Kufe und der Sporn sind Schnee von gestern. Stattdessen zieren den Doppelsitzer nun ein Bug- und ein Heckrad.

Den ersten einsitzigen Flug nahm Frank vor, der dann am grauen Himmel sogar ein klein wenig Thermik fand und somit ganz für sich allein ein paar Minuten länger genießen durfte als die doppelsitzigen Crews. Auch hier ein breites Grinsen nach der Landung! Zwischen den einzelnen Flügen wurde jeweils hier und da noch ein wenig Feintuning vorgenommen, die Radbremse nachgestellt, die Haube besser abgeklebt, die Sitzergonomie verändert und eifrig diskutiert.

Die Aukruger Flotte ist nach der Wiedergeburt der ASK 13 nun wieder komplett. Eine feierliche Taufe ist für den Juni geplant.

Übrigens… Wir fliegen schon wieder!

Da wollen wir hin!
Und wir kommen gleich hinterher!
Der Duo schwebt über noch kahlen Bäumen ein.

15.04.2018: Auch wenn sich die Anzahl der Flugtage momentan noch an einer Hand abzählen lässt… die Flugsaison 2018 hat begonnen. Pünktlich, am Karfreitag, haben wir trotz nicht ganz optimaler Platzbedingungen losgelegt. Es waren zwar nur wenige kurze Flüge, aber der Himmel über der noch grauen Landschaft war schon verlockend. In der Folgewoche genossen Jochen und Elle bereits die ersten zwei mal 200 Kilometer von Aukrug aus. Das Warten nach der langen Winterpause hat endlich ein Ende.

Für einige unserer Schüler stand die BZF-Prüfung in Bremen an. Holger und Ben haben sie bestanden und fühlen sich nun ein Stückchen beschwingter in der Platzrunde. Wir gratulieren und wünschen Euch viel Erfolg bei den nächsten Schritten!

Auch am zweiten April-Wochenende wurde nach der Abnahme der Plastikflieger wirklich fleißig geflogen. Fabian arbeitete an seiner C-Prüfung, und eine Reihe von Piloten konnte für die 2018er Saison ausgecheckt werden. Björn, Gunnar, Fabian und Ben konnten schon mehrere Stunden in der Luft geniessen.

Nach der warmen Witterungsphase ist unser Flugplatz inzwischen weiter abgetrocknet und nun auch großflächig gewalzt. Andreas hat den feuchten Stellen eine Sonderbehandlung zukommen lassen, und die aufgefüllten Lunken wurden mit Rasensaat versorgt. Nun soll es bald wieder möglich sein, die grüne Wiese uneingeschränkt zu nutzen.

Jahreshauptversammlung beim Segelflug Aukrug e.V.

Gerd, Olaf, Pamela und Sven bilden den neuen Vereinsvorstand

28.02.2018: Am vergangenen Sonntag fand im Aukruger Gemeindesaal die Jahreshauptversammlung statt. Zeit für den Rückblick ins Jahr 2017 und einen Ausblick auf die neue Saison:

1377 Stunden und 742 Starts wurden von Aukrug aus geflogen. Dabei wurden 13.762 Streckenkilometer absolviert. Zählt man die Strecken, die unsere Mitglieder von anderen Flugplätzen aus geflogen haben dazu, so sind es sogar 24450 km. Eine besondere Leistung war Jonas’ Sieg beim Pokalfliegen in Wilsche. Er erzielte schließlich auch den ersten Platz bei den Clubklasse-Junioren in Schleswig-Holstein. Seine Mutter schaffte mit deutlich weniger Punkten immerhin den ersten Platz in der Damenkonkurrenz, Pam landete auf dem zweiten Rang. Drei neu lizensierte Piloten (Johannes, Johannes und Tobi) sowie „Wiederauffrischer“ Tiemo werden mit uns in der kommenden Saison den Himmel über Aukrug erobern.

Mit Schnupperkurs, Konfirmandenfliegen und einer Präsentation beim Frühlingsfest in Bad Bramstedt hat sich der Verein 2017 in der Öffentlichkeit gezeigt. Leider hat sich dadurch die Zahl unserer Mitglieder nicht erhöht, trotzdem wollen wir diese und andere Aktionen auch in der kommenden Saison anbieten.

Wie immer standen noch viele weitere Themen auf der Tagesordnung und es wurde eifrig diskutiert. Im Vorstand wurden Gerd und Olaf in ihren Ämtern bestätigt. Konrad legte sein Amt nieder und so ließ sich Sven zum zweiten Vorsitzenden wählen. Die Jugendlichen wählten Tobi zu ihrem neuen Sprecher. Es dämmerte bereits als die Versammlung sich dem Ende neigte. Aber so richtig dunkel wurde es im tief verschneiten Aukrug nicht. Wir hoffen, dass nun bald der Frühling einsetzt, damit wir uns wieder auf dem Flugplatz treffen, gemeinsam in die Luft gehen und abends am Lagerfeuer sitzen und "Heldengeschichten" erzählen können!

Wintertraining - neue Horizonte für die kommende Flugsaison

Lufträume und Wetteroptionen
Segelflieger im gut gefüllten Blauen Salon
Flugoptimierung mit der ASW 15

18.02.2018: Etwa zwei Dutzend Vereinsmitglieder nutzten am Samstag die Gelegenheit, ihre Kenntnisse in Sachen Luftraumstruktur und Streckenfliegerei aufzufrischen oder zu erweitern. Kalli und Jochen, die zu dieser Trainingseinheit eingeladen hatten, staunten jedenfalls nicht schlecht, als es im Blauen Salon der Gemeinde Aukrug beinahe zu eng wurde.

Im ersten Teil der Veranstaltung erläuterte Jochen anhand der ICAO-Karte einmal mehr die Luftraumstruktur unseres Fluggebiets, insbesondere die Spielregeln in der TMZ, bzw. dem Segelflugsektor Aukrug. Anhand eines Videos wurden der Einflug in die Platzrunde, mögliche Fehler und das Verhalten beim gemeinsamen Fliegen in unserem Luftraum erörtert. Die anschließende rege Diskussion zeigte wie spannend es sein kann, sich auch in der segelflugfreien Zeit mit sicherheitsrelevanten Themen im dreidimensionalen Raum auseinanderzusetzen.

Der zweite Teil des Trainings widmete sich der Überlandfliegerei, von der Flugvorbereitung über verschiedene Wetterlagen und sich daraus ergebende Trainingsmöglichkeiten bis hin zu taktischen Überlegungen. Hat man sich erst einmal vom Platz wegbewegt, hängt die Länge der geflogenen Strecke nicht mehr nur noch vom Wetter ab, sondern auch davon mit welcher Geschwindigkeit man sich jeweils durch die Luft voranarbeitet. Dazu muss man nicht einen ganzen Tag lang in der Luft bleiben! Ein solches Speed-Training lässt sich dank OLC prima in „nur“ drei Stunden und im Gleitbereich des Platzes absolvieren.

Die Tabelle, mit der Kalli die Beziehung zwischen verschiedenen Aufwindqualitäten und der jeweiligen Höhe des Flugweges in Relation setzte und die jeweils daraus resultierende Fluggeschwindigkeit / Gleitzahl aufzeigte, ließ manch einen nachdenklich werden: „Da muss ich den Knüppel in der kommenden Saison wohl hin und wieder etwas weiter nach vorn schieben?!“

Werkstattnews - ASK 13 erhält neues Gewand

Hurra, die erste Hälfte ist geschafft!
Christian und Gunnar arbeiten vorsichtig mit Heißluft nach.
Fred Drobny strafft die Rumpfbespannung mit dem Spezialbügeleisen

06.01.2018: Es herrscht Hochbetrieb in unserer Werkstatt: Am ersten Januarwochenende ging es nun an die Bespannung der ASK 13, unserem Schulungsflugzeug. Nachdem im vergangenen Jahr das Rumpfgerüst und die Holzkonstruktion der Tragflächen in Christians Werkstatt ausgebessert, repariert und grundüberholt worden waren, folgte nun der letzte Teil der Arbeiten: ein neues Gewand für die 37-jährige alte Dame.

Mit dem neuen Bespannstoff „Oratex“ wird die ASK 13 um einiges leichter und zugleich robuster sein als zuvor. „Feuchtigkeit perlt von der gewachsten Oberfläche einfach ab, und das Material ist stabiler als der früher noch übliche Baumwollstoff“, ergänzt Christian. Damit unser Werkstattpersonal den Umgang mit dem neuen Werkstoff kennenlernen kann, wurde die Gelegenheit kurzerhand zu einem Lehrgang genutzt. Afred Drobny von der Firma Lanitz-Prena aus Leipzig hat einige Jahre Erfahrung mit der Verarbeitung von Oratex und ist eigens für ein Wochenende angereist, um sein Wissen weiterzugeben. Andreas Gripp, Björn Röttger und Andreas Teevs werden im Anschluss ein Zertifikat erhalten und dürfen dann als Segelflugzeugwarte eigenständig arbeiten.

Die Bespannung der Tragflächen inklusive Auftragen des nahezu geruchslosen Klebers dauert nicht viel mehr als zwei Tage. „Früher haben wir tagelang lösemittelhaltigen Klebelack aufgetragen und hatten einen furchtbar dicken Kopf dabei. Nach dem Bespannen wurde der Stoff noch zigmal mit Spannlack eingestrichen, und auch der stank 10 Meilen gegen den Wind“, kommentiert Christian die Arbeiten. Die Oratexfaser wird nach dem Aufkleben mit einem exakt temperaturgeregelten Bügeleisen nachgespannt und schmiegt sich um die Konturen des Flugzeugs, geruchslos und in nur einem Arbeitsgang.

Wenn alles nach Plan verläuft, werden wir im Frühjahr den Erstflug erleben und unsere Schulung wieder auf dem bewährten Muster fortführen können!

Termine:
24. bis 27. September: (abgesagt) Bundesjugend-Vergleichsfliegen in St. Michel
Auch diese Veranstaltung musste Corona-bedingt inzwischen abgesagt werden. 2021 wird der Jugend-Wettbewerb hoffentlich ...
20. Dezember: Hoch die Tassen - Fliegerpunsch am 4. Advent
Wer bringt diesmal die Weihnachtskerzen mit? Und wer hat Bock auf Schrottwichteln?

Presse: 22.06.2020
Segelflieger wieder im Aufwind
Aukrug - Allein im Segelflugzeug 2000 Meter über dem Naturpark Aukrug - mehr "Social-Distancing" geht eigentlich nicht ...