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Streckenflug

Kalli Boller-Rocholl in seiner LS-1 "F" folgt Björn Pauschardt in der ASW-15

Der Streckensegelflug ist die hohe Kunst des Segelfliegens. Voraussetzung ist, dass der Pilot sein Flugzeug bestens beherrscht. Neben Start, Höhengewinn und Landung muss er navigieren und das Wetter richtig einschätzen können. Beim Streckensegelflug geht es entweder darum, eine möglichst große Strecke zurückzulegen oder eine gegebene Strecke in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren – nur unter Ausnutzung der Energie, welche die Natur durch Aufwinde zur Verfügung stellt. Die möglichen Streckenlängen betragen dabei einige hundert bis zu 3000 Kilometer.

Der Streckensegelflug ist eine Herausforderung für Körper und Geist. Der Pilot muss körperlich fit sein, um stundenlang mit äußerster Konzentration fliegen zu können. Die mentale Belastung ist außerordentlich, denn weder Euphorie beim Hochpunkt noch Frust beim Tiefpunkt eines Fluges sind hilfreich zur Erreichung des Ziels. Der Streckensegelflieger hat während eines Fluges sehr viele Entscheidungen zu treffen, zu denen er alle verfügbaren Informationen auswerten und optimal nutzen muss: Welchen Aufwind fliegt er an? Welche Wolke sucht er sich aus? Welcher Flugweg ist für ihn der Beste? Am Ende des Tages zeigt sich, wie gut er oder sie alle Anforderungen berücksichtigen konnte und – nicht zuletzt – wie viel Glück im Spiel war.

Um größere Strecken fliegen zu können, werden je nach Leistungsstand des Piloten unterschiedliche Strategien genutzt. Der vorsichtige Pilot wird jeweils die Thermik bis zur größten Höhe auskurbeln, um sich dann bei moderater Vorfluggeschwindigkeit einen neuen Aufwind zu suchen. Rekorde lassen sich mit diesem Stil sicher nicht erreichen, dafür gerät der Pilot aber auch nicht so schnell in Gefahr, sich nach einem Außenlandeplatz umsehen zu müssen. Der risikofreudigere Pilot dagegen sucht nur die stärksten Aufwindgebiete und versucht, mit möglichst hohem Tempo die nächste Thermik zu erreichen. Diese Strategie birgt das Risiko der frühen Außenlandung und wird manchmal nicht vom Erfolg gekrönt sein. Der erfahrene Pilot nutzt eine Mischung aus den beiden vorgestellten Strategien. Dieser muss ständig das Wetter richtig einschätzen können und seinen Flugstil auf die sich ändernden Wetterverhältnisse anpassen. War bei guter Thermik ein schnelles Vorfliegen noch möglich, so muss beim Durchgleiten einer größeren Abschirmung sehr sorgfältig mit der zur Verfügung stehenden Höhe umgegangen werden. Das Thema ist so umfassend, dass zahlreiche Bücher damit gefüllt wurden.

Mit einem Segelflugzeug vom Heimatplatz wegzufliegen, ist ein außerordentliches Abenteuer. Fremde Landschaften ziehen vorbei, und Wetterveränderungen sind zu bewältigen. Die optischen Eindrücke, beispielsweise bei einem Streckensegelflug im Gebirge, sind unvergleichlich.

PDA und Logger zur Navigation und Flugaufzeichnung

Zahlreiche Segelfliegerinnen und Segelflieger des Segelflug Aukrug e.V. haben ihren Schwerpunkt auf den Streckensegelflug gelegt. Die Teilnahme am "Online-Contest (OLC)" ist für alle Piloten, sogar für Flugschüler möglich, einsitzig sowie doppelsitzig! Alle mit einem Logger aufgezeichneten Flüge werden von den Piloten an den OLC-Server übertragen und finden sofort Einzug in die weltweite Wertung. Diese Wertung ist auch Grundlage für die "Landesliga Schleswig-Holstein" und den vereinsinternen "Aukrug Speed Contest".
Mehr zu diesen und anderen Wettbewerben auf den Unterseiten.

Termine:
9. und 10. September: Flugplatzfest in Neumünster
Auf unserem Nachbarflugplatz findet wieder der beliebte Flugtag statt. Bestimmt lohnt sich ein Besuch?!
Unterrichtstermine Aukrug / Neumünster
Hier befindet sich der aktuelle Unterrichtsplan

Presse: 02.08.2017
Neulinge steigen in die Lüfte
Kürzlich hatte der Segelflug Aukrug die Hallentore für den Schnupperkurs 2017 ein Wochenende lang geöffnet. Los ging es am Freitagnachmittag bei bestem Wetter...