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16.07.2010  Landeszeitung Zurück zur Übersicht

Fliegen – nur mit Sonnenenergie

400 Meter über Aukrug: Alexander Höpner (20) ist seit seinem 14. Lebensjahr aktives Mitglied des Segelflugvereins. Foto: Kühl (2)
Vereinsflugzeug Nr. 8: Vereins-Chef Konrad Parloh und sein Stellvertreter Holger Hauschildt (rechts ) präsentieren den neu angeschafften „Discus“.
Einen sehr guten Saisonauftakt hatte „Segelflug Aukrug“. Ein Aktivposten ist Alexander Höpner (20) – hier mit Holger Hauschildt und Konrad Parloh (rechts). Er ist einer der jüngsten Fluglehrer in der Republik.

„Segelflug Aukrug“ erfolgreich in der Nachwuchsausbildung: Alexander Höpner mit der jüngsten Fluglehrer in der Republik

AUKRUG

Optimale Wetterbedingungen konnten die Segelflieger an der Bundesstraße 430 in Bünzen in dieser Saison schon genießen. Die hervorragende Thermik nutzten vielen Vereinsmitgliedern zu den Langstreckenflügen. Ein Aktivposten bei „Segelflug Aukrug“ ist Alexander Höpner, der 20 Jahre jung und schon als Assistenz-Fluglehrer im Einsatz ist.

„Man kann den ganzen Tag lang fliegen – und das nur mit Sonnenenergie“, schwärmt „Segelflug Aukrug“-Chef Konrad Parloh von den sehr guten Wetterbedingungen im Revier der Aukruger Segelflieger, „man braucht nur einen Anfangsimpuls durch die Seilwinde am Start, und dann ist man den Rest des Tages allein mit Sonnenenergie unterwegs.“ Der besondere Reiz des Segelfliegens liegt für Parloh in den vielfältigen Herausforderungen, die man als Pilot bei jedem Start zu bewältigen hat: „Eine ständige Auseinandersetzung mit der Natur, dem Wetter, der Physik und der eigenen Seele.“

„Kein Flug ist wie der vorangegangene“, meint auch Alexander Höpner, „man ist immer wieder aufs neue gefordert, gerade bei den Langstreckenflügen.“ Höpner stand vor knapp fünf Jahren schon einmal im Mittelpunkt eines Berichts in der Landeszeitung. Im Sommer 2005 berichteten wir, wie Alex nach Erfüllung aller theoretischen und praktischen Anforderungen seinen Segelflug-Schein zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Empfang nehmen konnte: an seinem 16. Geburtstag. Demnächst feiert „Alex“ Höpner jetzt seinen 21. Geburtstag – und hat nun schon eigene Flugschüler. Denn der Aukruger hat mittlerweile seine Abschlussprüfung zum Fluglehrer bestanden. Mit 20 Jahren war er der zweitjüngste Absolvent, der jemals im „Haus der Luftsportjugend“ in Laucha (Sachsen-Anhalt) die Fluglehrer-Lizenz ausgehändigt bekommen hat. Warum hat er die anstrengende Ausbildung auf sich genommen? „Ich möchte gern die Faszination am Segelfliegen an andere Leute weitergeben“, sagt Höpner, „das kann man auch als junger Fluglehrer.“

Der 20-Jährige sei ein Paradebeispiel dafür, wie die Nachwuchsarbeit bei „Segelflug Aukrug“ im Idealfall funktioniere, meint Vereins-Chef Parloh. „Bei uns können junge Menschen schnell die nötigen Erfahrungen sammeln, um relativ zügig auch Verantwortung zu übernehmen“, der 1. Vorsitzende, „an Alex kann man sehen, dass man in jungen Jahren sogar schon Fluglehrer werden kann.“ Einer von Höpners Flugschülern ist übrigens sein künftiger Mathelehrer: Prof. Dr. Frank Zimmermann (52) unterrichtet an der Nordakademie in Elmshorn, wo „Alex“ im Herbst sein Wirtschaftsingenieur-Studium beginnt.

„Segelflug Aukrug“ hat derzeit 55 aktive Mitglieder, mit Alex nun 13 ausgebildete Fluglehrer und aktuell 16 Flugschüler. Personell steht der Verein somit bestens da, und damit das so bleibt, wird auch ins Vereinsvermögen investiert. 2008 erwarb „Segelflug Aukrug“ den elf Hektar großen Flugplatz an der B 430, den man zuvor 30 Jahre lang gepachtet hatte. Die neueste Anschaffung ist ein moderner „Discus“-Einsitzer, der im Frühjahr gebraucht für 40 000 Euro als Vereinsflugzeug Nr.8 gekauft wurde. Einen ersten Härtetest hat die Neuerwerbung auch schon bestanden. Björn Pauschardt unternahm im neuen „Discus“ einen 670 Kilometer langen Rundflug (Aukrug-Hennstedt/Dithmarschen-Havelberg/Elbe-Jübek-Aukrug) und legte damit einen Vereins-Weitenrekord für diese Saison vor.

Wer bei „Segelflug Aukrug“ anheuern möchte, könnte sich für das Fliegerlager anmelden, das vom morgigen Sonnabend bis zum 1. August auf dem Segelflugplatz in Bünzen stattfindet. „Das ist eine tolle Einstiegsmöglichkeit“, sagt der 2. Vorsitzende Holger Hauschildt, „denn da haben wir auch jeden Tag fünf, sechs Fluglehrer auf dem Platz.“ Neulinge können sich 14 Tage lang schulen lassen. Anmeldungen für den Anfängerkurs während des Fliegerlagers nimmt der 2. Vorsitzende unter Telefon 04873/90250 oder per E-Mail (Holger.H(at)uschildt.de) entgegen.

Am Montag, dem 26. Juli, lädt der Segelflugverein zudem zum Ferienspaß für Jugendliche ab zwölf Jahren ein (Anmeldungen bei Jugendleiter Alexander Dodel per E-Mail an alexander.dodel(at)gmx.de).

Hans-Jürgen Kühl

Termine:
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11. März: Mitgliederversammlung des Luftsportverbandes Schleswig-Holstein
Der Luftsportverband Schleswig-Holstein e.V. lädt alle Mitglieder zur jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung ...

Presse: 06.11.2011
Aukruger Pilot erzielt zweiten Platz beim Bundes Jugendvergleichsfliegen
Einen großen Erfolg erzielten die jugendlichen Segelflugpiloten aus Aukrug beim Jugendvergleichsfliegen auf Landes- und Bundesebene.