2010
| 01.10.2007 Hohenwestedt Aktuell | Zurück zur Übersicht |
Lautlos am Himmel
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| So, jetzt gibt es kein zurück mehr - gleich gehts los... |
Die Vorfreude war groß - gerne folgte ich einer Einladung des Segelfugvereins Aukrug zu einem Gastflug.
Am 9. September klappte es dann mit dem Termin. Der Pressereferent Herr Holger Hauschildt („mein" Pilot) hatte Zeit und das Wetter war segelflugtauglich. Auf dem Platz angekommen rutschte mir dann doch das Herz in die Hose. So steil werden die Flugzeuge an der Seilwinde hochgezogen? Und das geht alles so, mit dem Aushaken der Winde und dem Obenbleiben ohne Motor?
Bevor ich an der Reihe war, konnte ich mir einige Starts angucken und wurde von Herrn Hauschildt, der alle meine Fragen geduldig beantwortete und mir viele Infos über das Prinzip des Segelfliegens (Thermik, Steuerung, etc.) gab, in jeder Hinsicht beruhigt.
Inzwischen konnte ich es kaum erwarten. Mit einem dennoch mulmigen Gefühl stieg ich in das Cockpit (das wider Erwarten gar nicht so eng und unbequem war wie es zunächst aussah), auf den Rücken einen Fallschirm geschnallt für den Fall der Fälle (wäre dann ja noch ein Fallschirmflug gratis, dachte ich mir...).
Dann gings los. Das eingehakte Drahtseil straffte sich langsam, ein Ruck und ehe ich viel überlegen konnte waren wir schon vom Boden weg. Im Steilflug ging es Richtung Himmel, mit einem ordentlichen Kribbeln im Bauch. Nochmal ein Ruck, das Seil war ausgeklinkt und nun fing der eigentliche Gleitflug an. Ein tolles Gefühl! Nur vom Rauschen des Flugwindes begleitet bot sich eine herrliche Sicht über den Naturpark Aukrug bis nach Neumünster hin. Einmalig! Der Höhenmesser zeigte jetzt 400 Meter und der Pilot, Herr Hauschildt, versuchte diese Höhe solange wie möglich zu halten indem er dorthin steuerte, wo er Thermik vermutete. Im ganzen waren es fast 15 Minuten, die wir „oben" bleiben konnten. Dann zwang uns die fehlende Thermik dazu, wieder zu landen. Schade, ich hätte noch lange so weiter fliegen können! Die Landung war auch weitaus weniger ruppig, als ich vorher dachte.
Das war also mein erster Segelflug! Bestimmt nicht mein letzter! Es gibt ja die Möglichkeit, sich Gutscheine für einen Gastflug zu kaufen (oder schenken zu lassen!). In Gedanken ging ich schon einige Bekannte und Verwandte durch, denen ich statt der üblichen Geschenke mal mit so einem Gutschein eine Freude machen kann. Eine tolle Idee, wie ich finde.
Aber Vorsicht - so ein Flug könnte süchtig machen!
Silke Golditz
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