Hochseilgarten
Am Samstag, dem 19. April trafen sich 17 jugendliche Segelflieger vom Segelflug-Aukrug und Modellflieger von der FAG-Kaltenkirchen auf dem Segelfluggelände in Aukrug, um von dort aus zum Hochseilgarten nach Eckernförde zu fahren. Ich hatte die Idee, mit beiden Jugendgruppen zu fahren, weil ich selbst in beiden Vereinen Mitglied bin und auch einige andere inzwischen sowohl in Aukrug als auch in Kaltenkirchen fliegen.
Das Ziel dieses Ausfluges war, nicht nur Spaß haben, sondern auch den Teamzusammenhalt in der Gruppe zu stärken. Also fuhren wir um halb 10 mit drei Autos los nach Eckernförde zum Klettern. Dort wurden wir begrüßt von drei Mitarbeitern, die mit uns erstmal eine Begrüßungsrunde machten, damit sich alle namentlich kennen lernten.
Kurz danach begannen wir mit dem Teamtraining am Boden. Es war nicht gerade einfach, sich sofort auf die spielerischen Übungen der Trainer einzulassen, denn man musste seinen Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes blind vertrauen. Wenn wir eine Aufgabe mal nicht sofort geschafft hatten, wurden wir von einem Sozialpädagogen motiviert, es doch noch mal zu versuchen, denn wenn man etwas ohne Schummeln schafft, dann ist man zu sich selbst ehrlicher und der Teamgeist wird nochmal wieder mehr gestärkt.
Nach zwei Stunden Teamtraining in der Gruppe mit viel Körperkontakt wurden wir in die Hochseilelemente eingewiesen und konnten kurze Zeit später in kleinen Personengruppen los klettern. Es gab dort verschiedenen Schwierigkeitsstufen von 1-6. Ich kletterte mich mit Lasse, Claas und Tjark bei der Nummer 4. Ich muss zugeben, dass ich trotz der mehrfachen Sicherung ein komisches Gefühl in meinem Bauch hatte. Es gab zwei Momente beim Klettern, bei denen ich wirklich an meine Grenzen gestoßen bin; denn so leicht, wie es vielleicht von unten aussieht, ist es nicht. Man braucht nicht nur viel Kraft: nein das Wichtigste ist eigentlich, dass man sich etwas zutraut und auch etwas Neues ausprobieren möchte. Natürlich ist auch beim Klettern ein Teamkollege wichtig, der einen auch in einer Notsituation hilft und nicht einfach weiter zum nächsten Element klettert.
Nach diesen vier Stunden im Hochseilgarten näherten wir uns dem Ende. Kurz trafen wir uns noch alle zu einem Abschlusskreis und ließen den Tag noch einmal an uns vorbei ziehen. Man merkte, dass die Stimmung untereinander vertrauter war als noch am Morgen und auch das Gefühl, dass man eine Gruppe ist, war stärker.
Der Tag im Hochseilgarten hatte nichts mit Segelfliegen oder Modellfliegen zu tun. Das zeigt einfach, dass zu einer intakten Jugendgruppe nicht nur das eigentliche Hobby gehört, sondern auch soziale Kontakte und andere Unternehmungen sehr wichtig sind. Ich glaube, dass dieser Tag für uns alle sehr viel gebracht hat: man hat neue Menschen kennengelernt, seine Grenzen erfahren und gelernt, anderen zu vertrauen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.
Martin Brandt




